Allgemeine Informationen zum Sensoriklabor

Sensoriklabor Querschnitt: Testraum und Vorbereitungsraum

LABORGERÄTE Analysensysteme, Peripherigeräte und Verbrauchsmaterialien
LABOREINRICHTUNG Labormöbelsyteme von Köttermann, Waldner, Flores Valles und anderen
CONTAINER-LABOR Mobile oder semistationäre Labore im Container oder auf dem Trailer
SENSORIKLABOR Sondereinrichtung für die sensorische Produktkontrolle
TRAINING Training der Anwender sowie Vorbereitung zu Zertifizierungen
INSTALLATION Installation von Laboreinrichtungen

Instrumente zur professionellen Ausführung sensorischer Tests

Kriterien, nach denen THIEMT Sensoriklabore plant und ausstattet:

  • DIN EN ISO 8589 – Anforderungen an Prüfräume
  • Standardisierung der Testbedingungen, z.B. konstante einheitliche Lichtverhältnisse, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Testplatzgestaltung
  • Ausschaltung sämtlicher Störgrößen – wie Geräusche, Gerüche, Lichtreize, Einflussnahme durch Personen, unbequeme Sitzposition
  • Kunden- und Branchen-spezifische Wünsche – Fast alle Sonderanpassungen außerhalb der angegebenen Konfigurationsmöglichkeiten sind möglich

Ausstattung

Die Art der Ausstattung ist unabhängig davon, welche sensorischen Prüfungen später darin stattfinden, da die unterschiedlichen Prüfungsarten alle die gleichen Bedingungen fordern.

Die Ausstattungsmerkmale der Testkabinen sind individuell konfigurierbar, alle anderen Einrichtungsgegenstände werden nach Wunsch einzeln angefertigt bzw. ausgewählt.

Die nachfolgenden Informationen und Ausstattungsbeispiele beruhen auf Erfahrungswerten. Individuelle Wünsche und Sonderanpassungen werden – sofern technisch umsetzbar – gerne berücksichtigt.

Räumlichkeiten allgemein

Ein Sensoriklabor weist idealerweise einen quadratischen Grundriss von mindestens 80-100 qm Fläche auf und verfügt über 3 Zugänge vom Flur aus. Außer einem Vorbereitungs- und einem Prüfraum können ein Besprechungsraum, ein Lager/Kühlraum sowie ein Büro zur Test-Planung und Auswertung zum Sensoriklabor gehören. Von den angrenzenden Räumen sollte keine Geräuschs- und Geruchsbelästigung ausgehen. Letztendlich entscheiden Raumgröße und Zahl der Zugänge über den Grundriss des Labors.

Raumlufttechnik

Umluftanlage
Für die Belüftung und Geruchsbeseitigung im Prüfraum sollte eine Umluftanlage mit einer bis zu sechsmaligen Luftumwälzung pro Stunde installiert sein.

Anlage zur Regelung von Temperatur und Luftfeuchte
Die Standardisierung der Testbedingungen beinhaltet auch die konstante Regelung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, beispielsweise über eine Klimaanlage. Damit die Testpersonen sich wohl fühlen, sollten folgende Bedingungen eingehalten werden:

  • Temperatur: 20 °C ± 3°C
  • Relative Luftfeuchte: >40 – <50 %

Es ist ratsam, im Prüfraum einen leichten Überdruck zu erzeugen und die Luft im Vorbereitungsraum mit leichtem Unterdruck gemeinsam mit den Gerüchen der Probenvorbereitung abzusaugen (Lüftungs- und Klimatechnik kundenseitig).

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Prüfraum

Der Prüfraum sollte Platz für 8-12 Testkabinen bieten und keinen direkten Zugang zum Vorbereitungsraum bzw. der Testküche haben. Die Raumhöhe sollte 2500 – 3000 mm betragen. Der vollständige Ausschluss von Tageslicht soll möglich sein. Der Boden soll Geräusch-minimierende Beläge erhalten. Generell ist auf eine neutrale Farbgestaltung der Einrichtungsgegenstände zu achten.

Vorbereitungsraum

Die Rückseite der Testkabinen bildet gewissermaßen eine Schrankwand des Vorbereitungsraumes inklusive Arbeitsflächen. Hier erfolgen die Probenvorbereitung – ggfs. inklusive Zubereitung –, die Probenkodierung sowie die Präsentation. Die Materialien von Decken, Wänden und Böden sollten geruchsfrei und geruchsinert sein, genauso das Mobiliar.
Die Minimal-Ausstattung umfasst:

  • Arbeitsflächen zum Vorbereiten, Kodieren und Präsentieren
  • Waschbecken
  • Lagerungsmöglichkeiten (Schränke)
  • Entsorgungsbehältnisse für den Müll
  • Ggfs. Spülmaschine

Handelt es sich bei den zu testenden Produkten um leicht verderbliche Waren oder erfordern sie eine Zubereitung, werden zusätzlich folgende Einrichtungsgegenstände benötigt:

  • Kühlschrank, Tiefkühlgerät und/oder Klimaschrank
  • Herd, Backofen, Mikrowelle zum Erhitzen, Kochen und Backen
  • Wasserbad, Wärmeplatten u.a. zum Warmhalten
  • Abzüge

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Stationäre Testkabinen

Steht wenig Platz zur Verfügung oder sollen Multifunktionsräume zu Testzwecken genutzt werden, sind mobile Testkabinen empfehlenswert. Ansonsten ist stationären Kabinen der Vorzug zu geben.

Materialien:
Die sichtbaren Möbeloberflächen bestehen größtenteils aus melaminharzbeschichteter Spanplatte in der Farbe lichtgrau. Die Griffe sind aus Edelstahl gefertigt.

Alle Kabinen verfügen über die folgende Standard-Ausstattung:
Eine Trennwand mit Sockelblende und Durchreiche zum Vorbereitungsraum, Sichtschutz zu den benachbarten Testplätzen, eine Beleuchtungseinheit mit diversen Lichtquellen, einen Technikschrank, Lüftungsschlitze sowie eine Arbeitsplatte für das Testen und Vorbereiten der Produkte sowie für das Ausfüllen der Fragebögen auf Probandenseite. Auf der Vorbereitungsseite befindet sich neben der Arbeitsplatte ein Unterschrank mit Schiebetürenkorpus. Die Höhe der Trennwand wird der Raumhöhe angepasst.

Es bieten sich vielfältige Konfigurations- und Erweiterungsmöglichkeiten. Zu den Optionsmodulen zählen beispielsweise verschiedene Arten der Steuerung der Lichtsituation, der Einbau von Spei- oder Waschbecken oder die Ausstattung mit Monitorhalterung und Tastaturauszug. Sonderanpassungen jeder Art sind möglich.

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Arbeitsflächen

Die Basis-Ausstattung basiert auf Arbeitsflächen aus Vollkernplatten, gegen Aufpreis sind Mineralwerkstoff-Flächen erhältlich.
Optionen:

  • Vollkernplatte
    • Die Farbe ist lichtgrau, der Kern der Platte ist schwarz durchgefärbt
    • Eigenschaften einer Fassadenplatte: Wasser-, schmutz- und feuchtigkeitsresistent
  • Mineralwerkstoff (Corian ®)
    • Farbe ist Glacier White
    • Vielfältige Vorteile gegenüber einer Vollkernplatte: Langlebigkeit, Hygienezertifikat, Eignung für großformatige nahtlose Arbeitsflächen, Schlagresistenz, Porenlosigkeit
    • Auch das Becken kann in Corian® gefertigt werden
    • Insbesondere für die Getränkeverkostung geeignet
Durchreiche
Schiebetürendurchreiche Schiebetürendurchreiche
Drehdurchreiche Drehdurchreiche

Der Einblick in den Vorbereitungsraum/die Testküche während der Probenreichung ist generell auf ein Minimum zu beschränken. Die Durchreichen sind derart konzipiert, dass dies zum einen gewährleistet wird; zum anderen ist eine lückenlose hygienische Reinigung jederzeit und einfach möglich.
Optionen:

  • Schiebetürendurchreiche – z.B. für Getränketests
    • Ausgestattet mit einem hochwertigen Führungsmechanismus bleibt die Öffnung in jeder Position ausbalanciert – der sogenannte Guillotinen-Effekt wird verhindert
    • Die Öffnung ist größer als bei der Drehdurchreiche
    • Öffnung durch Aufschraubgriff von der Vorbereitungsseite her
  • Drehdurchreiche – z.B. für Dreieckstests
    • Dank spezieller Technik leicht zu reinigen und lichtdicht
    • Flächenbündig eingelassener Drehteller

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Beleuchtungseinheit
Kaltlicht Kaltlicht
Warmlicht Warmlicht
Rotlicht Rotlicht
Lichtvariationen Dreieckstest

Die Beleuchtungseinheit ermöglicht die gleichmäßige und blendfreie Ausleuchtung des Arbeitsplatzes.
Sie wird standardmäßig mit drei Möbeleinbauleuchten geliefert:

  • Kaltlicht (Tageslicht) mit einer Farbtemperatur von 5600-6200 Kelvin
  • Warmlicht (Kunstlicht) mit einer Farbtemperatur von ca. 3200 Kelvin
  • Rotlicht (alternativ Grünlicht)

Bei Bedarf kann auch Schwarzlicht eingebaut werden.

Rotlicht und Grünlicht dienen zur Farbmaskierung, Schwarzlicht (= UV-Licht) kann z.B. Unterschiede in der Schichtdicke von Schokoladenfüllungen sichtbar machen.

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Technikschrank

Der Technikschrank mit Türen auf Probandenseite dient zu Wartungs- und Installationszwecken und beherbergt die Beleuchtungseinheit, Kabelführung und ggfs. den PC sowie die Monitorhalterung.

Sichtschutz

Die seitlichen Trennvorrichtungen sind fest auf nivellierbaren Metallfüßen installiert und überragen die Arbeitsplatte seitlich um 500 mm. Neben der eckigen Standardversion ist gegen Aufpreis auch eine Variante in abgerundeter Form erhältlich.

Schiebetürenkorpus

Der Unterschrank mit höhenverstellbarem Fachboden befindet sich auf der Seite des Vorbereitungsraumes. In ihm können Küchenutensilien oder sonstige Gegenstände, die für die Probenvorbereitung benötigt werden, untergebracht werden. Der Schrank schließt zum Boden hin mit einer Sockelblende mit Dichtlippe ab. Auf Wunsch ist die Sockelblende mit einem Lüftungsschlitz ausgestattet.

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Kommunikationsschaltung Proband-Personal

Die Kommunikationsschaltung ermöglicht eine wortlose Verständigung zwischen Testperson und Testpersonal. Die Betätigung des Schalters signalisiert beispielsweise den Beginn bzw. das Ende eines Test-Zyklusses oder die Fertigstellung des Fragebogens.

Steuerung der Lichtsituation und eine Steckdose

Verschiedene Produkttests erfordern verschiedene Lichtsituationen. Sollen mehrere Produkte miteinander verglichen werden, ist oft die Ausschaltung eventuell bestehender Farbunterschiede mittels Rot- oder Grünlicht erwünscht. Dagegen wird bei Einzelprodukttestung oft Kalt- oder Warmlicht gewählt. Die Lichtsituation lässt sich vom Vorbereitungsplatz aus individuell für jede Kabine einzeln oder per BUS-System für alle Testplätze zentral steuern.

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Hängeschrank mit zwei Türen

Auf Wunsch kann die Trennwand auf der Vorbereitungsseite mit einem Hängeschrank mit Türen ausgestattet werden. Dieser kann beispielsweise als Stauraum für Geschirr und Gläser dienen.
Weitere Optionsmodule sind eine Hängeschrank-Beleuchtung sowie Whiteboard-Oberflächen.

Spei- oder Waschbecken
Speibecken mit Ringspülung Corian Becken
Waschbecken aus Corian Waschbecken aus Corian
Waschbecken aus Corian Waschbecken aus Corian

Für Tests, die ein Ausspucken, Abwaschen, Aus- oder Abspülen der Produkte erfordern, ist die Ausstattung der Kabinen mit Spei- oder Waschbecken sinnvoll. Die einfachste Version ist ein Speibecken aus Edelstahl mit Kaltwasserarmatur. Generell sind fast alle Wünsche realisierbar, so z.B. ein Speibecken mit Ringspülung. Zu beachten ist, dass die Becken-Option nur in Verbindung mit einer Arbeitsflächenbreite von 1020 mm lichter Breite verfügbar ist.

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EDV – Computer, Monitor, Software und Zubehör

Zur platzsparenden Unterbringung des Computer-Zubehörs dienen die optional erhältliche ausziehbare Tastaturhalterung unterhalb der Arbeitsplatte sowie die Monitorhalterung am Technikschrank. Auf Wunsch werden die Testplätze mit Computern und spezieller Software ausgestattet. Die Software ist einfach zu bedienen, ermöglicht eine individuelle und flexible Fragebogenerstellung in allen Sprachen, eine Schnittstelle zu gängigen Auswertungsprogrammen und kann um ein Online-Reporting-Tool ergänzt werden.

Optionen:

  • Monitorhalterung starr oder höhenverstellbar gemäß VESA-Standard
  • Tastaturauszug
  • PC (ohne Anschluss)
  • Software
Podest

Mittels Podest kann auf der Probandenseite ein Niveau-Unterschied zur Vorbereitungsseite von 150-300 mm erzeugt werden. Man kann dann normal hohe Stühle verwenden. Das Podest verfügt über einen PVC Belag.

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Mobile Testkabinen

gemäß DIN EN ISO 8589

Die zum Patent angemeldeten Mobilen Testkabinen passen durch Türen und in Aufzüge und sind jederzeit werkzeuglos einsetzbar. Nebeneinander aufgestellte Kabinen werden mit fertig konfektionierten Kabelbrücken verbunden (plug and play). Bis zu fünf Kabinen lassen sich über eine gemeinsame Zuleitung mit Strom versorgen.
Ausstattung – Auszug:

  • Große Lenkrollen für den Transport – zentral feststellbar
  • Probendurchreiche mit Vertikalschiebetüre
  • Licht: Drei separat schaltbare Lichtsituationen (Weißes Licht, Gelbes Licht, Rotlicht)
  • Kontrolllampe: leuchtet auf, wenn die Kabine besetzt ist
  • Kommunikationsschalter: Lichtsignal für die tonlose Verständigung zwischen Proband und Personal
  • Separater Sicherheitsschutzschalter
  • EDV: Funktastatur mit Touchpad sowie höhenverstellbarer 19“Monitor – PC optional erhältlich
  • Schrank für PC mit abschließbaren Türen
  • Vorhang zur Verdunklung – Farbe frei wählbar
  • Farbe der Kabine: lichtgrau

Lagerraum/Kühlraum

Bei größeren Probenmengen sowie intensiver Nutzung des Sensoriklabors kann ein eigener Lager- oder Kühlraum in direkter Nachbarschaft zum Labor sinnvoll sein.

Besprechungsraum

Ein angrenzender Besprechungsraum mit großem Tisch, Flip Charts, Beamer, Videogerät und PC dient für Diskussionen, Schulungen und Besprechungen von Panels und Panelleiter vor und nach Prüfungen.

Büro – zur Planung/Auswertung

Zur Planung und Auswertung der sensorischen Prüfungen ist ein abgetrennter Raum mit Schreibtisch, PC und Software, die die statistische Auswertung der Fragebögen ermöglicht, empfehlenswert.

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