Neues Technologiezentrum für Geotechnik und Mineralogie im Sudan

Khartoum, Sudan

Khartoum, Sudan

Neues Technologiezentrum für Geotechnik und Mineralogie

Gemeinsam im Joint Venture mit dem renommierten Architekturbüro Gulf Consult aus Kuwait und einem lokalem sudanesischen Partner plant und baut THIEMT im Auftrag des sudanesischen Ministry of Minerals ein neues, 20.000 qm-großes Technologiezentrum für Geologie und Mineralogie.

Eine nationale Aufgabe zur Entwicklung des Landes

Nach zwei Jahrzehnten des Bürgerkriegs und dem Entscheid Südsudans im Jahr 2011, sich vom Norden zu trennen und der damit einhergehende Verlust von rund 75 % der Ölreserven, veranlasste den Sudan, eine neue Strategie zum Aufbau des Landes und zur Verbesserung der Lebensstandards zu entwickeln.

Sudan, in dem 40 Millionen Menschen leben und das viertgrößte Land Afrikas ist, verfügt eigentlich über gute Möglichkeiten: neben den Ölreserven gibt es ausreichend Land und Wasser sowie man über reichhaltige Bodenschätze (Mineralien) verfügt.
Als nationale Aufgabe zur Entwicklung des Landes erarbeitete das Ministry of Minerals eine Strategie, um die Gewinnung der Bodenschätze zu unterstützen und so zu einem höheren Volkseinkommen beizutragen.

Im Zentrum dieser Strategie steht das neue Technologiezentrum für Geotechnik und Mineralogie. Dieses soll die Bodenschätze kartographieren, die Lizenzen an nationale und internationale Bergbauunternehmen vergeben und die Schürfung überwachen. Neben dem sollen aber auch gesundheitliche Aspekte, die im Zusammenhang mit einer hohen Mineralienkonzentration in manchen Gegenden des Sudan einhergehen, medizinisch erforscht und untersucht werden.

Die Aufgabe für THIEMT: Planung der Analytik, der Labororganisation und der Labore

Einzige Vorgabe des Ministeriums war, folgende Labore zu entwickeln:

  • Geotechnisches Labor
  • Geophysikalisches Labor
  • Petrographie-Labor
  • Labor für die Probenvorbereitung
  • Chemisches Labor
  • ‚Mine Design’ Labor
  • Labor für Umweltanalytik
  • Meteor- und Meteoriten-Labor
  • Isotopen-Labor
  • Geo-Medizinisches Labor
  • Metallurgisches Labor
  • Metallurgische Pilot-Anlage

THIEMT hat nun zur Aufgabe, ein homogenes, effizientes und schlüssiges Detailkonzept Detailkonzept (Projektstudie) für diese Labore und das Technologiezentrum zu entwickeln:

  • welche Analytik soll ausgeführt werden
  • welche Laborgeräte werden dafür benötigt
  • wie müssen die Labore für die Durchführung der Analytik gestaltet sein
  • welche Mitarbeiter mit welchen Qualifikationen werden benötigt
  • wie ist die Labororganisation zu gestalten
  • wie wird mit den Ergebnissen umgegangen und welche Aktionen ergeben sich daraus

Die zu entwickelnde Projektstudie entspricht salopp ausgedrückt einem Bedienungshandbuch für das Betreiben dieses Technologiezentrums. Zugleich ist die Projektstudie die Basis, dass die Labore gebaut und später akkreditiert werden können.

Nachdem diese Projektstudie erstellt worden ist, werden von THIEMT die Labore geplant und gemeinsam mit dem Architekturpartner Gulf Concult das Gebäude von innen nach außen entwickelt:

  • wo findet welche Analytik statt und wie ist das Labor zu gestalten
  • welche Medien sind wo zur Verfügung zu stellen und wie hat die Kälte-Klima-Versorgung auszusehen (TGA = Technische Gebäudeausrüstung)
  • welche Arbeits- und Sicherheitsvorschriften sind zu beachten

Um ein ‚State-of-the-art’-Technologiezentrum zu gewährleisten, konnte die RWTH Aachen als Technologiepartner von THIEMT gewonnen werden. Ein Team von Fachleuten begleitet dabei die Planung und die Realisierung dieses Projektes von der wissenschaftlichen Seite.

THIEMT wird verantwortlich sein, das Projekt bis zur Inbetriebnahme zu realisieren und darüberhinaus in den ersten Jahren labortechnisch zu betreiben.